Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen ist ein Buch der politischen Theoretikerin Hannah Arendt, das sie anlässlich des 1961 vor dem Bezirksgericht Jerusalem geführten Prozesses gegen den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann verfasste. Das Buch erschien erstmals 1963 und rief mehrere langanhaltende Kontroversen hervor.
Arendt verfolgte im April und im Juni 1961 als Prozessbeobachterin für das Magazin The New Yorker beim Eichmann-Prozess die Einvernahme verschiedener Zeugen zu Beginn der Beweisaufnahme. Den weiteren Prozessverlauf bis August 1961, insbesondere das Kreuzverhör Eichmanns durch Generalstaatsanwalt Gideon Hausner und seine Befragung durch das Gericht, entnahm sie den ihr vom Jerusalemer Bezirksgericht zugesandten Verhandlungsmitschriften sowie Zeitungs- und Fernsehberichten. Ihre Eindrücke veröffentlichte Arendt fast zwei Jahre später in fünf aufeinanderfolgenden Ausgaben des New Yorker unter dem Titel „A Reporter at Large: Eichmann in Jerusalem“.
Quelle: Wikipedia